OCT Vorsorge

Die OCT Untersuchung - optische Kohärenztomographie - erstellt eine dreidimensionale Darstellung der einzelnen Schichten der Netzhaut. Diese ermöglicht eine Frühdiagnose und Verlaufskontrolle der häufigen Erkrankungen des Augenhintergrundes.

Jahre bevor es zu einer wahrnehmbaren Verschlechterung der Sehkraft kommt, führen diese Erkrankungen zu einer Veränderung der Struktur der Netzhaut.


augenarzt wien oct

Technologie

Durch die Pupille wird die Retina - Netzhaut - mittels Laserstrahlen gescannt. Das Licht wird reflektiert und trägt Information über Stärke und Struktur der einzelnen Schichten. Das Gerät analysiert das reflektierte Licht, stellt es in Vergleich zu dem Zustand eines gesunden Auges und liefert bildhafte diagnostische Möglichkeiten der Nervenzellen und der Durchblutung.


Ablauf der Untersuchung

Die Untersuchung ist absolut kontaktfrei, kontrastmittelfrei, nebenwirkungsfrei, ungefährlich, schmerzfrei und dauert wenige Minuten. Die Laserstrahlen sind nicht sichtbar. Der Patient visiert einen Punkt an, während das Auge gescannt wird.


Anwendung - wann macht diese Untersuchung Sinn

Viele schwerwiegende Erkrankungen der Netzhaut bauen schleichend eine Symptomatik auf. Eine geringfügige Veränderung der Sehleistung wird vom Patienten nicht bemerkt. Die Erkrankung wird klinisch diagnostiziert, wenn der Schaden bereits stark fortgeschritten und irreparabel ist. Die mit der Erkrankung einhergehenden Veränderungen der Netzhaut sind Jahre bevor es zu einer wahrnehmbaren Verschlechterung der Sehkraft kommt messbar. Erkrankungen wie Glaukom, Makuladegeneration, Durchblutungsstörungen, retinale Gefäßverschlüsse und diabetische Netzhaut können mittels OCT in einem früheren Stadium diagnostiziert und behandelt werden. Für den Patienten kann das den Unterschied bedeuten seine Sehkraft zu erhalten oder mit einer wesentlichen Verschlechterung des Sehens leben zu müssen. Die Entwicklung der Erkrankung wird auf einem höheren Niveau der Sehkraft festgestellt und behandelt.

Auch als Verlaufskontrolle und zur Anpassung der Behandlung bereits bekannter Pathologien sind die Ergebnisse des OCT Screenings wertvoll. Wir setzen das beste Gerät auf dem Markt ein - das Heidelberg Engineering Stratus OCT. Die optischen Qualitäten und das Eye Tracking vom Stratus sind marktführend und ermöglichen, besonders relevant für die Verlaufskontrolle, mit einander vergleichbare Ergebnisse der einzelnen Untersuchungen.

Wenn Sie zu einer der Risikogruppen gehören, kann diese Untersuchung für Sie wichtig sein

  • mehr als 40 Lebensjahre
  • Glaukom in der Familie
  • Diabetes
  • Durchblutungsstörungen
  • starke Kurzsichtigkeit
  • Retina Erkrankungen
  • Einnahme von Cortison
  • Herz-Kreislauf Erkrankungen
  • bekannte Schlaganfälle - selbst oder in der Familie


Glaukom

Das Glaukom, oder grüner Star, ist eine der häufigsten Erkrankungen der Sehnerven. Meist in Zusammenhang mit einem erhöhten Augendruck kommt es zu einem fortschreitenden Abbauprozess der Nervenfasern. Unbehandelt kann das zu einer Verschlechterung der Sehleistung bis zur Erblindung führen.

Der übliche Verlauf der Erkrankung ist schmerzfrei. Unbehandelt nimmt die Sehleistung kontinuierlich progressiv von der Peripherie des Sichtfeldes nach innen ab. Das bleibt lange unbemerkt.

Bereits erfolgte Schäden sind irreparabel. Frühdiagnose und begleitende Behandlung sind für Betroffene entscheidend. Eine rechtzeitige Behandlung kann den Zustand stabilisieren und die Sehkraft erhalten. Je früher die Behandlung beginnt, desto günstiger ist die Ausgangssehkraft.

Die OCT Untersuchung gibt visuell Auskunft über den Zustand der Ganglienzellschicht der Retina, der Papille - Sehnervenkopf, der Nervenfasern und der Durchblutung. Pathologische Veränderungen können Jahre, bevor es zu einer in der Gesichtsfelduntersuchung wahrnehmbaren Veränderung kommt, diagnostiziert werden. Auch im Verlauf einer bekannten Erkrankung kann der Therapieerfolg beurteilt werden.


AMD - altersbedingte Makuladegeneration

Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Beeinträchtigung des Gesichtsfeldes von innen zur Peripherie hin. Dies kann sich in einer Verzerrung oder Vernebelung des zentralen Bildes äußern.

Diese Erkrankung ist die häufigste Ursache der Erblindung bei Menschen über das 65-ste Lebensjahr. Um diese tragischen Fälle zu vermeiden, ist die frühe Diagnose wichtig.


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Kosten

Die Gebietskrankenkassen übernehmen die Kosten für diese Untersuchung nicht. Wenn Sie bei einer der kleinen Kassen versichert sind, werden unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten zum Teil von der Krankenkasse getragen.